Säkularinstitute Deutschland

Ein Weg, der alle Kraft und Hingabe verdient

Jennifer Müller

Jennifer MüllerBevor ich in das Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern eintrat, meinte ich mir nicht schlüssig zu sein, ob diese Form der Nachfolge Christi wirklich Gott von mir wollte. Da sagte ein Priester zu mir: „Glauben Sie, der liebe Gott würde Sie falsch entscheiden lassen?“ „... ich weiß es nicht ...!“ „Doch! Sie wissen es!“ war seine Antwort. Er hatte Recht! Ich musste und wollte mit Gott aufs Ganze zu gehen. Das war die Antwort, auf die ich in der Mitarbeit in der Schönstatt Bewegung über viele Jahre hingeführt wurde. Mit dieser Entscheidung wurde ein Lebensnerv freigelegt: eine Leidenschaft für Gott und innere Freiheit des Menschen.

Die Entscheidung für das Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern war für mich von langer Hand vorbereitet. Ich machte bei der Schönstatt-Jugend mit. Hier fand ich Menschen, die echt, originell und innerlich belastbar waren, Menschen, die nicht immer Recht haben mussten, die mehr einsetzten als gefordert war und die die Gottesmutter mit Leib und Seele liebten. In Schönstatt fing mein Herz Feuer. Mein Leben wurde konkret! Durch das Liebesbündnis mit Maria wurde Gott viel personaler, ein liebendes DU, der mit mir kommunizieren will und ein überaus warmes Herz für mich hat. Er ist pulsierendes Leben, das in mir Realität ist und atmen will.

Schönstatt mit der kleinen Marienkapelle war für mich als Jugendliche und mehr noch für mich als Mitglied des Säkularinstitutes wie ein Pulverfass. Es hat mein Herz erfasst, es hat das Göttliche in mir durchbrechen lassen und mich zu der Person werden lassen, die ich eigentlich sein soll. Ich orientierte mich an Maria, der neue Mensch, wie Gott ihn geschaffen hat, ein Geschenk und Angebot für Welt und für die Kirche in unserer Zeit.

In meiner derzeitigen Ausbildung zur Silberschmiedin erfahre ich die Herausforderung zwischen Glaube und Kunst! Ich verstehe alles künstlerisches Tun, wie der Gründer meiner Gemeinschaft Josef Kentenich sagt, als „ein Mitwirken an der schöpferischen Tätigkeit Gottes“. Auch wenn das direkte Arbeiten mit den Menschen hierbei nicht im Vordergrund steht, so stehe ich doch in einem sehr starken Wirkungskreis. Meine Arbeit ist vorwiegend für die Menschen. Durch mein Kunsthandwerk kann ich viele Menschenherzen berühren, Zeugnis geben von Gott, von seiner Schönheit, von der Schönheit der Schöpfung allgemein. Alles verborgene Tun und Mühen, alles Missglücken bei der Arbeit und alle Erfolge schenke ich dem Schöpfer-Gott, damit es zum Segen für andere werde. Das ist mein Tun in der Welt, durch Kunst den Menschen für das Schöne und Edle zu öffnen, das letztlich Abglanz der ewigen Schönheit ist.

Mein Glück und Reichtum, Schönstätter Marienschwester zu sein, ist für mich der Schatz im Acker! Ein Weg, der alle Kraft und Hingabe verdient, und der in meiner künstlerisch-schöpferischen Tätigkeit für viele Menschen zum Segen werden kann.

Jennifer Müller

<< zurück   weiter >>

www.saekularinstitute.de - Die Website der Säkularinstitute in Deutschland, © 2007